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NATUR trifft auf Kultur, nächtliche Impression eines Besuchers von der Illumination zur Museusmnacht. Bild: M. Baumann
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Das Modell für die 14 Meter hohe Ausgabe von NATUR vor dem Schattenherbarium „flora domestica“
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Ausstellung als Exposition: Die Museumsnacht mit hunderten von Besuchern bot Gelegenheit für zahlreiche angeregte Gespräche
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Landschaft und Natur im Wandel. Präsentation historischer Postkarten und Videoanimation mit Überblendungen von Luftbildern
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Schatten einer 2020 vertrockneten Fichte und der Klang der unbelebten Natur: Kosmische Teilchen lassen 18 Lautsprecher farbig „musizieren“
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Abendstimmung mit dem Buchstaben A aus Douglasienholz vor den imachination labs

Kick-Off Im Rahmen der Museumsnacht in Oppenau wurde das Skulptur- und Land Art-Projekt NATUR Anfang April 2022 erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Bereits vor dem Studio der imachination labs empfing die zahlreichen Besucher die erste materielle Umsetzung: der 3 Meter hohe Buchstabe A gefertigt in Douglasienholz.
Im großen Atelierraum beleuchtet unter dem Titel „Wo NATUR draufsteht, ist auch Natur drin“ eine breit gefächerte Themenausstellung die Hintergründe zu NATUR. Die technisch-konstruktiven Aspekte werden dargestellt und auch anhand eines Modells der geplanten 14 Meter hohen Ausführung greifbar gemacht.

Der dynamische Wandel von Natur und Landschaft in der Schwarzwaldgemeinde wurde anhand einer Wand mit historischen Postkarten aus der Sammlung von Leopold Börsig aufgezeigt. Zeitliche Überblendungen von aktuellen Satellitenbildern mit Luftaufnahmen von 1968 oder Gemarkungsarten aus den 1860er Jahren lassen insbesondere die allmähliche Verwaldung deutlich werden. Ein kleiner Rückblick in die 1980er Jahre ruft die Bilder vom damaligen Waldsterben wach, ein Naturbild, das Tim Otto Roth in seiner Jugend prägte.

Weitere Arbeiten des Künstlers zeigen auf, wie er sich seit über zwei Jahrzehnten auf völlig unterschiedliche Weise der Natur annähert: Die Serie flora domestica ist ein Schattenherbarium, in dem er die Schatten der heimischen Flora auf ganz eigene Weise festhält und eine erstaunliche Farbigkeit der vegetabilen Schatten zum Vorschein bringt. Eine ganz andere Form eines organischen Kunstwerks stellt das präsentierte MaSo-Knüpfwerk dar, das aus rein biologischen Fasern und Farbstoffen in Indien hergestellt wurde. Eine unsichtbare NATUR erfährt man schließlich in den beiden Türmchen. Die Blitze, die einen der Türme schon von weitem sichtbar aufflackern lassen, rühren von kosmischer Strahlung her, die live vor Ort gemessen wird. Das Pendant im anderen Turm macht diese unsichtbare auf uns einwirkende Strahlung näher erfahrbar: Eine Installation von 18 hängenden farbig aufleuchtenden Lautsprechern zeichnet mittels farbigem Licht und unterschiedlichen Tönen die Bahnen von den geladenen Teilchen nach.
Die Ausstellung kann nach Vereinbarung noch bis Mitte Juli besucht werden.